HAIM sehen nicht mal mehr gut aus.

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Schon bevor das Debut des Mädchentrios HAIM 2013 erschien; war der Hype kaum mehr auszuhalten. Und ja, ich finde die Mädels sahen damals wenigstens ganz gut aus. Das rechtfertigte aber nicht all die Übertreibungen über ihre Musik, die ich damals gelesen habe. Seinerzeit war ich noch im Rolling Stone-Forum unterwegs und dort sitzen ja einige musikalisch völlig Ahnungslose als Moderatoren auf ganz hohen Rössern und feiern alles ab, was Titten und einen Schminktisch hat. Aber auch die „Fachpresse“ selbst und vor allem boulevardeske „Musikreporter“ lobten die Band über den so genannten grünen Klee.

Und jetzt nach 4 Jahren bringt das Trio seine zweite Platte auf den Markt, es gibt bereits drei Vorabsingles, allesamt grausamer Radiopop, wenn man nett, sehr nett, sein will, erkennt man hier und da Anklänge an Fleetwood Mac, die meiste Zeit ist das aber einfach nur die gleiche schlimme Soße, wie man sie tagtäglich auf den Mainstream-Radiosendern zu hören kriegt.

Das wäre natürlich kein Grund, einen Blog zu schreiben, aber ich lese gerade das Promo-Info zur neuen Scheibe, da faselt ein gedungener Schreiberling der Firma Universal von

Das Trio vereinte große Rock’n’Roll-Gesten mit energetischem Folk-R’n’B

Er bezieht sich damit zwar auf das erste Album, aber auch das bot nur wenig, das man als energetisch bezeichnen könnte, es sei denn man verwendet es synonym für seelenlos und wo in der ganzen R’n’B/Pop-Soße Folk zu hören sein soll, blieb mir auch verborgen. Rock’n’Roll-Gesten? Wegen der Nummer „The Wire“, die teilweise aus 70er-Rock Zitaten zusammengeklaut wurde oder hat die Gitarristen etwa mal einen Hüpfer auf der Bühne gemacht?

Lustiger Weise findet man in diesem Promo-Info der Firma Universal

Este, Danielle und Alana aus Kalifornien galten mit Haim schon als Band der Stunde bevor überhaupt ihr Debüt-Album „Days Are Gone“ veröffentlicht wurde. Vorschuss-Lorbeeren von allen Seiten: Gewinner des „Sound of 2013“-Listings, dem legendären Trend-Barometer der BBC, Covergeschichten im Kulturspiegel und INTRO Magazin. Ähnlich aufregend ging es weiter mit Konzerten beim weltbekannten SXSW Festival, 2013 schafften es die Schwestern dann tatsächlich, die Energie und den Vibe ihrer gefeierten Live-Shows mit ihrem Debüt „Days Are Gone“ in Albumform zu gießen. Das Trio vereinte große Rock’n’Roll-Gesten mit energetischem Folk-R’n’B – schlicht alle Voraussetzungen, um einen beinahe hysterischen Hype zu generieren. Das Ergebnis sind eine Million verkaufte Alben weltweit, Grammy- und Brit-Award-Nominierungen, euphorisierte Kritiker und Fans sowie ein beinahe ikonischer Status samt diverser eigener Twitter-Accounts für Estes markantes ‚Bassface‘.

Musikrichtung: Rock englischsprachig

kein einziges Wort über die neue Platte. Und sorry, aber bei der Betrachtung des Covers und nachdem ich mir die drei Vorabnummern angetan habe, verstehe ich auch warum; die Mädels sehen trotz (oder wegen) offensichtlicher optischer Aufbereitung nicht mal mehr gut aus, die Musik ist völlig austauschbar und sagen wir es wie es ist, einfach Scheiße! Abgedroschene Liedtitel wie „Little bit of your love“ und „Want you back“ ließen das aber auch einfach schon vermuten und die erfüllen diese Nicht-Erwartung auch textlich voll und ganz. Und „Right now“ mit seinen endlosen Wiederholungen „Now you’re sayin‘ that you need me, baby (right now)“ ist einfach unerträglich in seiner Plattheit.

Darum, bitte kauft Euch diese Platte nicht!

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