An der Supermarktkasse (nur kurz)

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Und einmal mehr stehe ich an der inzwischen schon halbwegs bekannten Supermarktkasse. Wie häufig ist der Laden trotz überschaubarem Angebots (was die Auswahl wie auch die Qualität betrifft) schon morgens gut besucht, an der Schlange stehen etwa sieben Leute vor mir an der einzig besetzten, mittleren von drei Kassen und schnell auch eine Handvoll hinter mir.  Im Durchgang der Kasse links, vor der ich gerade stehe, steht ein mit leeren Kartons bepackter Einkaufswagen, rechts ist alles frei.

Ich wundere mich gerade, dass noch niemand brüllt „Können Sie mal eine zweite Kasse aufmachen“ und denke, ‚die Alkis, die es hier immer besonders eilig haben, sind wohl noch nicht wach‘, da läuft ein schmächtiges Männlein – m.E kein Alki – in den linken Gang hinein, beugt sich etwas über den dort stehenden Einkaufswagen und fragt den Kassierer, ob er nicht mal eine zweite Kasse öffnen lassen könne. Danach geht er aus dem Gang heraus und positioniert sich mit seinen zwei Artikelchen (Ich habe heute übrigens fünf, zwei ungesunde Süßigkeiten a.k.a Nervennahrung  und drei Getränke, davon einen gesunden Bio-Obst/Gemüsesaft, ein Zuckerwasser und so eine Vanillemilch, bei der ich denke, sie ist sicher auch nicht wirklich gesund, aber sie schmeckt mir halt) vor der rechten Kasse, weil der Durchgang ja frei ist. Ich denke mir, ’na, wenn er schon die Initiative ergreift, dann ist das eigentlich auch gerecht, wenn er dann dort als Erster an der Kasse steht‘.

Der Kassierer ruft auch über das Haustelefon nach einer zweiten Kassenfachkraft und dann kommt es wie es kommen musste, der dort allgegenwärtige Mädchen-für alles-Security (so steht es auf seinem Shirt) / Regaleinräumer / Hausmeister und Kundenbespaßer (und auch wenn das belustig klingt, ich habe größten Respekt vor dem Mann, denn der wird höchstwahrscheinlich nur für die Security bezahlt, hilft aber immer, wenn irgendwo Not am Mann ist!) kommt geschlendert, schiebt den kartonbepackten Einkaufswagen aus dem linken Gang, nimmt dabei das „Kasse geschlossen“ Schild mit und hinten sitzt dann auch schon ein zweiter Kassierer, an dessen Kasse ich in Position drei einlaufe. Beim Rausgehen reizt es mich noch, mich nach dem schmächtigen Initiator der Kassenöffnung umzusehen, aber ich denke mir nur einfach „Das Leben ist nicht fair, zu mir meistens auch nicht“ und gehe meiner Wege.

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