Plattenladenfeeling.

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Es ist Samstag, kurz vor Ladenschluss, aktuell ist nur Kunde A im Laden. Er ist ein Stammkunde, Anfang 60 und seit Jahr und Tag Blues-/Rockfan, kauft bevorzugt Vinyl und hat das auch in den 90ern und Anfang des Jahrtausends getan, als das noch absolut kein Trend war. Ich liebe es, wenn er mir erklärt, dass er schon auf einem Who-Konzert war, als ich noch in kurzen Hosen mit der „Trummel“ um den Weihnachtsbaum gerannt bin. Leider wählt er neuerdings die AFD, obwohl er wohl noch nie wirklich einen Flüchtling in echt gesehen haben dürfte und auch ein sicheres Einkommen hat, das ihm kein Flüchtling strittig machen dürfte, aber da ist er ja leider nicht allein und darum soll es hier auch nicht gehen.

Musikalisch ist er sehr konservativ, er hört halt bevorzugt Bluesrock und ist Neuem gegenüber nicht gerade sehr aufgeschlossen. Und er hat schon einen gewissen Überblick im Bereich Rockmusik, überschätzt seinen Wissensschatz meines Erachtens aber gewaltig, weil sein musikalischer Horizont eben einfach zu beschränkt ist. So bezeichnet er die Beatles als Schlager und besitzt auch keine Led Zeppelin und keine Pink Floyd-Platten und sogar „Layla and other assorted Love Songs“ hat in über 45 Jahren nicht den Weg in seinen Plattenschrank gefunden, obwohl die Scheibe ja genau seinen Geschmack treffen müsste.

Nun, wie immer wird ein wenig geflachst, unter anderem auch über eine lokale Konzertveranstalterin, die wir beide tief in unser Herz geschlossen haben („Ironie“) und wie immer eiert er ein wenig rum, weil er doch im tiefsten Innern ein Sparbrötchen ist, und sich Platten immer erst mal weglegen lässt oder fragt, ob die nächste Woche auch noch da ist, mindestens dreimal in den Laden kommt und wissen will, was die Platte kostet, bevor er sie dann irgendwann endlich mal kauft. Am Ende ist er aber überzeugter Unterstützer kleiner Läden wie des meinen, was auch daran liegen könnte, dass er fast alle mir bekannten Käufe an anderer Stelle im Nachhinein bereut hat und ich dann fast immer mit gutem Gewissen sagen konnte, „Das hätte mich auch gewundert, wenn Dir das gefällt“. Solche impulsiven Fehlkäufe auf Grund von positiven Besprechungen können natürlich auch der Grund für seine häufige Entscheidungsschwäche bei mir im Laden sein.

Auftritt Kunde B, ebenfalls Stammkunde. Der ist zwar erst ungefähr Mitte 50, aber eigentlich noch konservativer und eingeschränkter – um das Wort beschränkt mal zu vermeiden- in seinem Musikgeschmack; er hört fast ausschließlich Hard Rock, gesungen von Männer, bevorzugt aber nicht ausschließlich in hoher Stimmlage. Es dürfte wohl wenige so große Tonträgersammlungen geben – und ich schätze seine auf eine fünfstellige Anzahl – die so wenige Überschneidungen mit meiner eigenen Sammlung hat, wie die seine; ein paar Hardrock-Klassiker der 70er und eine CD von Spin Gallery, einer schwedischen Hardrocktruppe, die ich persönlich unter „peinliche Platten, die mir einfach gefallen“ sortiere, und das war es fast schon. Kunde B hat dafür gefühlte 300 Lieblingsbands, 500 Lieblingssänger und findet fast alles, was er sich kauft, und das ist echt viel, gut und, das muss ich zugeben, kennt sich im Bereich Melodic-Metal, Hard-Rock, AOR und Artverwandtes bestens aus.

Wenn ich so drüber nachdenke, passen die beiden zusammen, auch wenn sie ein geradezu gegensätzliches Kaufverhalten an den Tag legen. Kunde B ist nämlich einer der Vielkäufer, wie ihn ein Plattenladen wie der meine einfach auch braucht und der mir einfach sagt, was er haben will und wenn es das (noch) nicht gibt, dann fragt er fast wöchentlich nach (da ähneln sich die beiden), ob man es inzwischen kriegen kann (Zur Erinnerung, Kunde A fragt zwar auch wöchentlich, aber der weiß dann schon, dass es die Platte gibt, eiert aber noch wegen des Preises rum).

Und Kunde B freut sich, wenn er jemanden findet, den er mit seinem Wissen beeindrucken oder auch einfach nur zutexten kann. Und wenn beides zusammen kommt, ist sein Glück fast vollkommen. So hatte A schon kurz zuvor das Glück von B die Band Y&T empfohlen zu bekommen, weil die demnächst hier in Bensheim spielen und natürlich erinnert sich B auch, dass er A das empfohlen hat; sein Gesicht strahlt schon vor Glück, bevor er mit einem langgezogenen „Aaaah“ in Richtung von A ansetzt und in dem sicheren Gefühl, dass da jemand ist, dem er erzählen kann, wie toll eine seiner Lieblingsbands ist, mit „Und hoscht schun Tickets fer Y&T?“ B gefangen nimmt.

B hat sich im Lauf der Jahre sicher damit abgefunden, dass ich abgesehen von der besagten Spin Gallery-CD und irgendeiner Symphony X-Scheibe, die auch noch hier irgendwo rumsteht, absolut unempfänglich für seine bevorzugte Musikrichtungen bin, aber A ist solcher Musik ja auch erst mal nicht abgeneigt, auch wenn er nach meiner Erfahrung Platten von Magnum und ähnlichen Hardrockkapellen recht schnell wieder verkauft hat, weil sie ihm dann doch nicht gefallen haben. Wohl auch wegen dieses nur leidlichen Interesses antwortet A höflich und unverfänglich „Nee, noch ned“, aber als Tonträgerhändler, der nun seit 24 Jahren einen Laden betreibt und zahllose Vertreter am Telefon und im Laden hatte, hätte ich ihm sagen könne, dass höflich und unverfänglich in so einem Fall völlig falsch ist; hier ist ein klares „Nein, ich geh da nicht hin!“ geboten!

Und wie diese lästigen Vertreter setzt auch B sofort an diesem Schwachpunkt an; „Ich hab schun welche“, worauf ich mich frage, warum er die nicht bei mir gekauft hat, aber eine meiner geschäftsuntüchtigsten Eigenschaften ist, dass ich so etwas nicht thematisiere und wenn er vielleicht gar nicht weiß, dass ich die auch verkauft hätte, es eben auch jetzt nicht erfährt. „Da muscht Du unbedingt hi“ insistiert derweil B „die sind wärklich guud und wenn so e Band mol nach Bensem kummt, muss man do ach hi!“ A steht etwas ratlos da und meint „Also ich kenn do jetzt echt norre de Name, ich hab bschtimmt mol was vun denne gelese, aber ich wüsst do gar ned, ob ich mol was g’hört habe“

Wieder falsch, könnte ich ihm sagen, nur mit klaren Ansagen „Nein, ich will da nicht hin“ oder „Nein, ich hab da keine Zeit“ kommt man zeitsparend aus solchen Nummern raus, wieder eine Chance vergeben und wieder hakt B sofort an diesem Schwachpunkt ein.

„De Metal Dengel“ so nennt er mich bevorzugt, weil ich so gar kein Metaler bin „spielt jetzt einfach mol was oo.“ Er schaut mich an „Metal-Dengel, Du hoscht doch do sicher was in deim Programm?!“

Dummer Weise habe ich keine CDs von Y&T im Laden „Metal-Dengel, des kann jo eigentlich ned soi, so e geili Band, des muscht Du doch im Lade stehe hawe!“ An dieser Stelle behalte ich lieber mal für mich, dass ich tatsächlich in den letzen 4 Wochen eine CD  der Band für einen Kunden bestellen musste, denn sonst geht diese Diskussion nur noch weiter; 24 Jahre Erfahrung im Umgang mit „Fans“ müssen ja irgendwo auch mal was bringen „Do guck doch mol uff You-Tube“ und ich suche zur Wahrung des Friedens ein You-Tube-Video raus und lasse das über die Lautsprecher laufen. A wirkt mittelmäßig angetan davon, aber B läuft verbal warm „Des hört man do jetzt ned so raus, aber der Gitarrist is echt saugut“ A nickt freundlich „Unn der Sänger is auch ähner vun meine Lieblingssänger“ A nickt freundlich, meint aber hier einen guten Ausweg finden zu können „Aber sin‘ die dann überhaupt noch dabei, do im Rex treten schtändig Bands uff, do ist vun de Originalb’setzung kohner mehr dobei“ Tja, das ging in die Hose, denn mit leuchtenden Augen schwärmt B nun „Ja, des ist jo des Geile, do sind noch drei vun vier Originalmitglieder dobei, do muss man ähfach hi!“ Ich sehe, wie A innerlich ein wenig kapituliert, während B weitere gefühlt fünf persönliche Lieblingsongs der Band aufzählt. Ich habe schon nach dem zweiten nicht mehr hingehört, darum muss mich B dann mehrmals auffordern, doch noch irgendein anderes Lied von denen zu spielen.

A sieht wohl ein, dass er mit Höflichkeit aus der Nummer nicht rauskommt und wechselt die Strategie; er versucht einen Themenwechsel. Dafür bietet ihm die seit einigen Tagen an prominenter Stelle aufgehängte Vinyl-Maxi-Single“ I just called to say I love you“ von Stevie Wonder die Chance „Warum steht’n die eigentlisch do“ und macht eine Bewegung hin zu der Maxi, wobei er merkt, dass sie jetzt an der Wand hängt „Des ist doch nix B’sonderes, ourer, die kriegschte doch nochgeworfe?! Kaaft sowas jemand?“ Ich grinse ihn an, worauf er nachlegt „Des hot mich schun’s letschte Mol g’wundert, dass Du des Ding do stehe hoscht, wo’s jeder sieht?!“ Jetzt schaut er mich an und erwartet die Antwort. Auch B schaut interessiert, weshalb ich A innerlich Respekt zollen muss, dass er sich mit diesem Alternativplan jetzt doch recht schnell aus der verbalen Umklammerung gelöst hat.

„Also:“ beginne ich „es gab bisher genau einen Kunden, der den Sinn dieser Maxi auf Anhieb erkannt hat!“ Das macht beide neugierig, sie schauen abwechselnd mich und die 12″ an, aber man sieht, da klart nichts auf und sie warten darauf, dass ich sie erleuchte. „Das ist eine Reminiszenz an den Film ‚High Fidelity‘ “ Da klart leider bei beiden immer noch nichts auf und ich schüttele den Kopf „Ihr kennt den Film oder das Buch nicht, oder?“ Beide antworten auf die ihnen typische Art; nichts zugegeben, aber auch nicht erinnern: „Also ich glaub‘, ich hab davon gehört“ „Ich weiß jetzt nicht genau, könnte sein, dass ich mal was drüber gelesen habe“ und ein leicht fragendes „Ist schon eine Weile her, kann mich nicht genau erinnern.“ sind eine Auswahl solcher Formulierungen. Also erkläre ich ihnen, dass „High Fidelity“ ein Buch über einen Plattenladen ist (im Buch ein englischer, im Film ein amerikanischer), in dem komplette Nerds arbeiten, wie sie auch bei mir bisweilen aufschlagen, und für Nicht-Musikverrückte kryptische Unterhaltungen führen, wie das auch manchmal in meinem Laden geschehe und dass in einer Szene eben diese Stevie Wonder-7″-Single, die übrigens auch mit der 12 “ aufgehängt ist, eine gewisse Rolle spielt, Stichwort „Sieht dieser Laden so aus, als würden wir eine Scheiße wie Stevie Wonders ‚I just called to say, I love you“ verkaufen?‘ „, was beide immerhin zum Grinsen animiert. „ja und ich hab die Single halt hier, hier will sie zwar niemand kaufen, aber ich hab sogar den Scheiß hier und würde ihn verkaufen, denn ich bin bei aller Verschrobenheit ein Dienstleister! Ein Kunde hat diesen Zusammenhang wirklich erkannt, eben weil diese Szene so charakteristisch für den Laden in dem Buch ist“

Das mit der Stevie Wonder-Single interessiert die beiden nicht wirklich, aber A fühlt sich gebauchpinselt, er grinst und meint „Also des is dann so n Lade wie der hier und do kumme dann Typpe so wie mir und unterhalten sich über so Bands wie Y&T“ dabei grinst er B nach Beifall heischend an und der grinst zustimmend zurück. Aber Jungs, denke ich, nein, ihr konservativen Säcke seid nicht die Nerds von denen ich rede und sage „Nix für ungut, Männer, aber Unterhaltung über Metalkapellen wie Y&T werden nie auch nur annähernd diese Nerdigkeit erreichen, von der in dem Buch die Rede ist, da seid ihr heute zwei Stunden zu spät gekommen. Vor zwei Stunden waren nämlich zwei Typen da, der eine ist 65 und spielt Steelguitar und der andere ist unser lokaler Musikheld Schilz und da wurde Zeug geschwätzt, dass uns Außenstehende für totale Fachidioten halten mussten und ganz ehrlich, ich war dabei der fachlich am wenigsten Gebildete.“ Beide sind etwas konsterniert, denn beide sind in ihrem Gebiet gut informiert und könnten an anderer Stelle damit bestimmt Leute beeindrucken, aber eben nicht hier in der Musikgarage. „Ich habe da hinten eine Kiste 7″-Singles hergeholt, wir haben die durchgeblättert und alle kommentiert, das war eine Pracht und schon total nerdig, da hab ich auch die Stevie Wonder-Single, die da jetzt bei der Maxi hängt, gefunden“ Ich deute zur Wand, beide folgen meinem Blick, ich hab sie in meinem Bann! „Aber das ist noch gar nichts, der Steelgitarrist hat uns den Unterschied zwischen dem Nashville-Sound und dem Bakersfield-Sound im Country erklärt, die beiden haben sich darüber unterhalten, wie man eine Steelguitar stimmen kann und wie man darauf am besten spielt, wisst ihr eigentlich was eine Steelguitar ist?“ A fängt wieder die Litanei von „Ich bin mir nicht sicher“ an, aber ich will das gar nicht hören und fahre fort „Aber das ist alles immer noch nicht der Höhepunkt der Nerdigkeit, da wurde dann gefachsimpelt, dass die Byrds-Platte, die der Schilz später gekauft hat, leider ’nur‘ ein früh-70er Reissue sei und Schilz brachte sein neues Lieblingszitat ‚Reissues sind wie alkoholfreies Bier‘ hat sie aber trotzdem gekauft.“ Ich mache wieder eine Pause, um in die gespannten, aber auch irgendwie ratlosen Gesichter zu schauen. „Aber das war alles immer noch nicht der Höhepunkt; der Höhepunkt war nämlich, als der Steelgitarrist mit seiner immer etwas schüchtern zurückhaltenden Stimme meinte, dass die aktuelle Musikkritik nur noch Scheiße sei!“ Meine Zuhörer grinsen, weil ich so in Fahrt bin und sind gebannt „Da erzählt er uns dann nämlich, er hat im ‚Good Times‘-Magazin…..kennt ihr das ‚Good Times‘?“ A kennt es und stimmt mit mir überein, dass das ein Magazin für musikalisch in den 70ern stehengeblieben ist und wenn A das schon sagt, dann ist das ein verdammt hartes Urteil! „Also er erzählt, dass er im ‚Good Times‘ eine Rezension zu einer Flying Burrito Brothers Wiederveröffentlichung gelesen hat und dann sagt er so ‚Do schreibt der Kritiker doch, dass Rick Roberts nooch der zwette Platt eingestiegen ist und zeitgleich mit Gram Parsons in der Band war‘ “ A und B warten jetzt auf die Pointe, aber das war sie eigentlich schon, das ist ja das Nerdige. Keine Sau würde das je hinterfragen, geschweige denn spontan wissen, weil die Burritos einfach nur ein totales Insiderding sind, aber dieser Steelgitarrist und Countryrock-Experte stellt wegen dieser Ungenauigkeit die ganze aktuelle Musikkritik in Frage. Und auch wenn Schilz eventuell und ich ganz sicher von dieser Roberts/Parsons-Kausalität keine Ahnung hatten, pflichteten wir ihm sofort bei, denn wenn es gegen die aktuelle Musikkritik geht, sind wir Nerds immer dabei; Kritiker jubeln doch einfach nur jeden Scheiß hoch, weil die Plattenfirmen als Anzeigenkunden wichtig sind und nicht vergrätzt werden dürfen und haben meistens auch einfach keine Ahnung, also eben nicht so wie wir. Aber da ich es selbst bis zwei Stunden vorher nicht wusste, erklär ich’s den beiden Anwesenden, die etwas ratlos auf den Witz warten „Und dann sagt der Steelgitarrist ‚Des schtimmt aber einfach ned, der Rick Roberts ist erst oigschtiege, als Parsons schun weg war, do hawwe die Burritos erscht allä weiter gemacht und dann, wie se gemerkt hawwe, des klappt so ned, hawwe se wieder en Sänger g’sucht und do kam dann erscht der Rick Roberts. Aber so was schreibe die do, des is doch schlimm, dass die do so en Unsinn schreibe'“ Beide schauen immer noch entgeistert, darum rede ich weiter „Und dann sagt der Steelgitarrist noch ‚Dess sin halt so Sache die weeß ich noch vun damals, aber ’n Freund vun mir sagt immer, des is unnützes Wissen‘ und Schilz und ich lachen und Schilz sagt ‚Davon habe wir auch eine Menge, wenn wir’s verkaufen könnten, wären wir reich‘ und wir lachen alle drei. Und das sind so Unterhaltungen wie in dem Buch, mit einer Metalkapelle wie Y&T braucht ihr da echt nicht zu kommen, das ist so Mainstream! Nein, dass Rick Roberts erst bei den Flying Burrito Brothers eingestiegen ist, als Gram Parsons schon weg war, dass ist Nerdwissen!“

A und B grinsen wie man halt so grinst, wenn man die Pointe immer noch nicht richtig verstanden hat und A findet als erste Worte „Ich kenn dovu gar nix“, aber da ist er jetzt auch noch in ein Fettnäpfchen getreten, denn ich weiß, dass  „Exile on Main Street“ sein Lieblingsalbum der Stones ist und er die Biographie von Keith Richards gelesen hat, also piesacke ich ihn mit „WAS? Gram Parsons war zu der Zeit, als die Stones ‚Exile on Main Street‘ aufgenommen haben, ganz dick mit Keith Richards und hing ständig mit denen in Frankreich rum.“ Er guckt ein wenig bedröppelt „Kann ich mich echt ned dro erinnern“

B verabschiedet sich, man sieht ihm an, dass ihm mein langer Sermon doch angestrengt hat, weil es so gar nichts mit dem zu tun hatte, was er als Musik bezeichnet. A bleibt noch eine Weile und gibt zu, dass er Y&T nur für irgendeine durchschnittliche Metaltruppe hält, ganz nett, aber nicht so gut, dass er zu dem Konzert gehen würde, bevor auch er mit einem breiten Grinsen geht und ich weiß; er und ich werden den Namen Gram Parsons in Zukunft noch oft zum Flachsen hernehmen. Immer dann, wenn ich ihm eine Band empfehlen, die ihm gar nichts sagt, wird er mich zukünftig „Die sin wahrscheinlich genauso bekannt wie der anner Typ, vun demm Du do letscht erzählt hoscht?! Wie hieß der noch?“ fragen, und irgendwann wird er sich vielleicht sogar den Namen Gram Parsons merken können.

Und ich schließe den Laden zu mit dem guten Gefühl, dass ich auch nach 24 Jahren in dem Geschäft nichts anderes machen wollte!

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