Ein paar ältere Facebook-Beiträge (2013)

Standard

25.01.2013:

Es ist so süß, wie manche Kunden vor Stolz fast platzen, wenn Sie Bob Dylan an der Stimme erkannt haben…

 

27.03.2013:

Ist das Image von Tonträger-Verkäufern so schlecht, dass Kunden meinen, einem erklären zu müssen, wer Deep Purple sind (Seine Worte waren, „Kennen Sie die, das ist so eine Rockband von früher…“ da hab ich ihn mal rüde unterbrochen) ?

War ja kurz davor ihn rauszuschmeißen, aber er meinte dann „War nur ’n Scherz“
und ließ sich später, nachdem ich ihm erklärt habe, dass „Rock’n’Roll“ nicht auf dem Debüt von Led Zeppelin zu finden ist,. sogar noch zu „Da sind sie ja mehr Fachmann als ich“ hin reißen.

Hab mir das „Danke!“ mal erspart

 

28.03.2013:

„The Ace of Spades“ mit voller Lautstärke sollte Sonntags morgens die richtige Medizin für Nachbarn sein, die nach Mitternacht Ihre Türen knallen bis der Glaseinsatz bricht.

 

08.05.2013:

Die erste Anruferin, das erste Highlight:

„Wir brauchen diese CD unbedingt, weil die Kinder und ich, wir haben den Geburtstag vom Papa vergessen, da wollen wir ihn jetzt mit was überraschen“

Und jetzt denken alle, die in Beziehungen, leben mal nach, was wohl passieren würde, wenn sie den Geburtstag des Partners einfach vergessen….

 

11.05.213:

Ich musste mir ja schon oft anhören, dass ich zu extrem wäre, weil ich Leute, die ihre Hände nicht aus den Taschen nehmen während sie „Nur mal gucken“, anspreche, was sie eigentlich in meinem Laden wollen und vereinzelt auch schon rausgeschmissen habe.

Aber heute kam ein Jugendlicher rein, seine kleine Schwester und seine Mutter kommen hinterher. Nachdem alle gegrüßt haben, fängt er an „Ich wollte mal was fragen“, da unterbricht ihne seine Mutter „Nimm mal Deine Hände aus den Taschen, das ist einfach unhöflich“.

Made my Day!

 

28.07.2013:

Bensheim ist einfach geil:

Es gibt „in Kürze eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Einzelhandel, Gastronomen und den FACHBEREICHEN“ in dem dann eine „akzeptzable und einheitliche Lösung“ für die „Fahrradabstellanlagen im Bereich der Fußgängerzone“ gefunden werden soll.

Die Arbeit wird „nach den Sommerferien zeitnah“ aufgenommen.

Ziel ist eine „Optimierung der Fahrradabstellanlagen im Bereich der Fußgängerzone“

Herrlich; ich wäre wirklich interessiert zu erfahren, wie oft dieser Ausschuß am Ende getagt haben wird, wer die Schnittchen und die Getränke bezahlt und was dabei rauskommt. (letzteres werde ich dann wohl irgendwann sehen)

 

08.08.2013:

Die Kundschaft wächst an den Aufgaben; ich sag ja eigentlich immer „Es gibt keine dummen Fragen!“, aber heute wollte mal wieder jemand den Gegenbeweis antreten:

Ein Kunde (der mir auf den ersten Blick nicht bekannt ist) kommt rein und fragt:

„Ich hab da eine CD geschenkt bekommen, Cajun-Musik, die is nix, da wollte ich fragen, ob Sie die zurücknehmen können und mir dafür zwei andere bestellen?!“

Ich frage: „Wurde die CD bei mir gekauft“, denn ich kann mich nicht wirklich an so einen Kauf erinnern

Kunde: „Nein und ich hab auch keine Quittung dafür“

Ich bleibe ernst und frage „ja, aber ganz ehrlich, wenn die nicht bei mir gekauft wurde, wie soll das gehen, dass ich die dann zurücknehme“

Kunde: „Ja, ich dachte, Sie haben vielleicht einen Großhändler, dem sie die dann zurückschicken können.“

Jetzt muss ich doch mal ein wenig schmunzeln, vielleicht lache ich auch schon: „Ja, also das ist mein Traum; ein Lieferant, dem ich alles zurückschicken kann, egal ob ich’s bei ihm gekauft habe oder nicht, aber nein, so was gibt’s nicht“

Es scheint ein wenig, als würde ihm bewusst, was er da gerade so gesagt hat, er denkt noch ein wenig nach und geht dann mit den Worten „Dann geht das wohl nicht“

 

13.08.2013:

Kunde: „Guten Tag, ich hab nur mal eine Frage“ (Der Klassiker, aber er bringt es Deluxe) „Ich hab im Keller noch einen ganzen Stapel Schallplatten, kann ich Ihnen die mal zeigen?“

Ich frage mal sicherheitshalber nach „Ja, grundsätzlich schon, aber wieso?“

Kunde: „Ah, ich hab im Fernseh gehört, dass Schallplatten wieder gesucht sind, da gibt’s so, wie heißt des?“ Er schaut mich fragend an, ich schau fragend zurück „Ja so Sammler, heißt des so?“

Ich „Ja, sowas gibt’s“

Kunde: „Ah ja, und da dacht ich, ich zeig Ihne mal die Platte, dass Sie mir sagen, ob die was wert sind“

Ich: „Sagen Sie mal, haben Sie hier schon mal was gekauft?“ (Jetzt bin ich gespannt)

Darauf der Kunde:
„Ja klar, aber damals waren Sie noch nicht hier“ (kein guter Anfang)
„Warten se mal, was war denn das“ (doch so viel)
„Ja, genau, ‚Coco Jambo‘, das hab ich damals bei Ihnen gekauft“

Verdammt ja 1996 hat er ne Maxi-CD hier gekauft, quasi ein Stammkunde, da sollte ich doch eigentlich nicht so auskunftsfaul sein, wenn’s drum geht, dass er seine schimmeligen Schallplatten aus dem Keller gern teuer verkaufen möchte.

 

24.08.2013:

Beta Test mißlungen

Mit 6 Mio Euro öffentlicher Förderung zählt das Projekt ja nicht zu den deutschen Großprojekten der Liga Elbphilharmonie, Flughafen Berlin oder Bahnhof Stuttgart, darum ist die Verzögerung nicht ganz so dramatisch, aber eigentlich sollte die neue Solardraisine von Mörlenbach nach Waldmichelbach ja schon seit Sommeranfang im regulären Betrieb mit mindestens zehn Draisinen sein. Aus nicht näher bekannten Gründen wurde aber erst vor einer Woche die Betatest-Phase mit ganzen drei Draisinen begonnen.

Im Rahmen dieses Beta-Tests waren heute auch ein Dutzend Mitglieder und Verwandschaft eines Klötzlerückervereins aus dem Ried vor Ort, um einen Betriebstest unter Alltagsbedingungen durchzuführen. Unter einfachsten regulären Bedingungen schienen die Draisinen auch zunächst ganz reibungslos zu funktionieren, speziell die Hupfunktion ist ein von anderen Draisinen nicht bekanntes Feature, das alle Mitfahrer und auch die Anwohner an der Strecke bestimmt lieben werden. Und da die Gefährt ein Fahrtgeräusch erzeugen, das Unterhaltungen fast unmöglich macht, ist die Hupe auch eine der wenigen Möglichkeiten zur Kommunikation, weshalb eine regelmäßige Benutzung fast unerläßlich erscheint. Die Tunnels (unbedingt die Hupe im Tunnel testen!) und Viadukte an der Strecke sind aber wirklich ein Plus für die Strecke. Leider haben die Draisinen aber schon beim ersten Bummsdrauf-Text versagt und ganz ehrlich, wer glaubt ernsthaft, dass die Verbotsklausel im Mietvertrag größere Gruppen wirklich dauerhaft davon abhält, von hinten auf vorherfahrende oder gar stehende Draisinen draufzubumsen. In unserem Betatest gab die vordere Draisine beim Bummsdrauftest sofort ihren Geist auf und damit war dann auch die ganze Strecke lahmgelegt, da die Gefährte auch noch so schwer sind, dass sie nicht von der Strecke gehoben werden können. Es mussten auch die beiden nachfolgenden Draisinen am Ort des Ereignisses auf einen Techniker warten, der die Draisine nur für einen Notbetrieb wieder fitmachen konnte, so dass ab sofort nur noch zwei Draisinen für den Betatest zur Verfügung stehen.

Bei einer kurzen Blickkontrolle am abend wurde sogar nur noch eine Draisine am Startbahnhof gesehen, aber es konnte noch keine Stellungnahme des Betreibers eingeholt werden.

 

31.08.2013:

Darf der Typ mich eigentlich so schräg und ungläubig anschauen, nur weil ich ihm erkläre, dass ich die neue „Adya 3″-CD (*Überall im Handel“) nicht im Laden habe.

 

05.09.2013:

Das Winzerfest ist einfach immer für einen Kracher gut:

Ein Mädchen, geschätzte 13, Typ Tussi, fragt nach Justin Bieber und ich sage „Nein, tut mir Leid“ (die Lüge geht mir inzwischen richtig leicht von den Lippen) „Da hab ich nichts da“

Darauf geht sie langsam raus und sagt so mit leicht affektiertem Tonfall vor sich hin „Weil der hat eine neue Platte; schade dass Sie nicht auf dem neuesten Stand sind“

Als ich in wildes Gelächter schauen Sie und Ihre Trullafreundin irritiert und sehen zu, dass sie Land gewinnen.

 

20.09.2013:

Der symbolische Akt des Tages:

Ein kleiner, scheinbar herrenloser Hund setzt wirklich genau vor meiner Ladentür zum kacken an und lässt sich um’s Verrecken nicht mehr verjagen. Aber noch während er sein wirklich übel riechendes Geschäft verrichtet, kommt sein Frauchen, zu der ich seit ich mal für ein Jahr Vorverkauf für Ihr Musiktheater gemacht habe ein gestörtes Verhältnis habe, um die Ecke.

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